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Eine Vollkaskoversicherung ist sehr empfehlenswert, wenn der Versicherungsnehmer ein neues oder ein teures Auto fährt. Ebenso ist die Versicherung dann sinnvoll, wenn ein Wagen auf Kredit gekauft wurde, denn bei einem selbstverschuldeten Totalschaden könnte der Versicherungsnehmer andernfalls schnell in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten. Allgemein gilt als Grundregel, dass eine Vollkaskoversicherung in den ersten drei Jahren nach dem Kauf eines Neuwagens vorhanden sein sollte.
Eine Vollkaskoversicherung zahlt bei selbstverschuldeten Unfällen, bei Vandalismus oder wenn der Unfallverursacher nicht zu ermitteln ist. Wie teuer die Kaskoversicherung ist, hängt ganz vom Einzelfall ab, aber wer einen hohen Schadenfreiheitsrabatt hat, weil er schon jahrelang unfallfrei unterwegs ist, der kann sich die Vollkasko für den eigenen Wagen oft auch länger leisten, als es nötig wäre. In solchen Fällen ist die Vollkasko manchmal sogar fast genauso günstig wie die Teilkasko, denn der Schadensfreiheitsrabatt gilt nur bei Vollkasko-Policen. Wer einen geringen Schadenfreiheitsrabatt hat und deshalb viel für die Vollkaskoversicherung zahlen muss, der sollte, sobald es wirtschaftlich sinnvoll ist, in die Teilkaskoversicherung wechseln oder sogar nur noch eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wer eine hohe Prämie bezahlen muss, kann jedoch versuchen, als Ausgleich dafür andere Rabatte mit der Kfz-Versicherung zu vereinbaren. Um die Kosten für die Police zu reduzieren, können Verbraucher zum Beispiel einen Vertrag mit einer hohen Selbstbeteiligung wählen. Es gibt außerdem Rabatt für Menschen, die nur relativ wenige Kilometer im Jahr fahren oder den Wagen grundsätzlich nur selbst nutzen, also keine andere Person hinter das Steuer lassen.
Da Kfz-Versicherungen immer nur für ein Jahr abgeschlossen werden, ist in diesem Bereich der Wettbewerb zwischen den Versicherungen besonders hoch. Das führt einerseits zu einer Vielzahl wirklich günstiger Tarife, andererseits hat aber mancher Billigtarif auch versteckte Fallstricke, durch die es im Ernstfall teuer werden kann. Es gilt also bei allen Vollkaskoversicherungen, dass sie im Schadensfall ganz unterschiedliche Leistungen bieten können, obwohl sie alle die gleiche Bezeichnung tragen. Gerade sogenannte Basistarife, die gerne zum Jahresende beworben werden, wenn die meisten Kfz-Versicherungen auslaufen, bieten oft nicht den Schutz, den man als Autofahrer von einer Vollkaskoversicherung eigentlich erwartet. So kann bei solchen Sonderangeboten zum Beispiel die Deckungssumme zu niedrig sein oder im Kleingedruckten verstecken sich Ausnahmefälle, in denen die Versicherung nicht zahlt. Zu dieser Kategorie gehören auch spezielle Tarife für Frauen, die enge Beschränkungen mit sich bringen und es der Fahrzeughalterin oft nicht erlauben, eine andere Person hinter das Steuer ihres Wagens zu lassen. |