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Jedes Jahr verletzen sich Millionen Menschen im Haushalt, doch nur die wenigsten von ihnen haben mit dauerhaften Folgen zu kämpfen. Die private Unfallversicherung muss also nicht so oft einspringen, wie man gemeinhin glauben könnte. Dennoch ist die private Unfallversicherung ein besonders beliebtes Versicherungsprodukt. Wer sich aber dafür entscheidet, dieses Risiko abzusichern, der möchte natürlich eine günstige Versicherung, bei der aber trotzdem die Leistungen im Ernstfall stimmen. Dass die Versicherung aber im Schadensfall zahlt, ist keinesfalls so selbstverständlich. In einzelnen Fällen sind die Versicherungsleistungen zu niedrig angesetzt, um den Versicherten im Falle einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung wirklich ausreichend zu versorgen.
Das noch größere Problem ist aber oft, dass die Versicherung Zahlungen im Schadensfall an eine Reihe von Bedingungen knüpft, die der Versicherungsnehmer unbedingt auch einhalten muss. So muss er der Versicherungsgesellschaft den Unfall innerhalb von wenigen Tagen melden, zeitnah einen Arzt aufsuchen und darf eine Heilbehandlung nicht frühzeitig abbrechen. Im Vertrag sind solche und ähnliche Bedingungen detailliert aufgelistet und müssen im Ernstfall auch tatsächlich befolgt werden. Falls ein Kunde, der eine private Unfallversicherung abgeschlossen hat, einen Arbeitsunfall erleidet, hat er aber Glück im Unglück, denn in diesem Fall müssen beide Versicherungen zahlen. Eine gute private Unfallversicherung erkennt man natürlich daran, dass die Leistungen stimmen. Eine Versicherungssumme von 100.000 Euro ist das absolute Minimum. Doch ist hier Vorsicht geboten, denn bei einer Schwerbehinderung ist deutlich mehr Kapital vonnöten, um den Schaden abzusichern. Das kann der Versicherte erreichen, indem er eine Unfallversicherung wählt, bei der die Leistungen mit zunehmender Invalidität immer schneller ansteigen. Bei diesen sogenannten Progressionstarifen wird bei einer hundertprozentigen Invalidität deutlich mehr als die Höchstsumme ausgezahlt. Diese Policen sind etwas teurer, aber nur sie sichern das Risiko tatsächlich gut ab. Die Progressionsrate sollte aber maximal bei 350 liegen, da sonst bei geringen Unfallfolgen kaum etwas ausgezahlt wird.
Meistens ist es keine gute Wahl, auf Kombi-Produkte zu setzen, bei denen die private Unfallversicherung zum Bespiel mit einem Todesfallschutz oder einer Kapitallebensversicherung angeboten wird. Die Beiträge sind zwar meist etwas höher, dafür sind aber auch weitaus mehr Risiken abgesichert. Beim Vergleich von Unfallversicherungen sollte man darauf achten, dass die Police tatsächlich weltweit gültig ist. Eine gute Police ist schon ab 100 Euro jährlich zu haben, aber es gibt auch Anbieter die wirklich deutlich teurer sind. Letztlich sollte ein Versicherungsvergleich aber nicht nur die Prämienhöhe berücksichtigen, sondern vor allem die Leistungen der Versicherung sowie die Bedingungen, denn im Ernstfall sind diese beide Punkte entscheidend.
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